{"id":9,"date":"2022-12-21T22:50:47","date_gmt":"2022-12-21T21:50:47","guid":{"rendered":"http:\/\/2023.angus-schotten.de\/?page_id=9"},"modified":"2022-12-22T11:28:27","modified_gmt":"2022-12-22T10:28:27","slug":"angus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.angus-schotten.de\/?page_id=9","title":{"rendered":"Angus"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Geschichte der hessischen Anguszucht<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geschichtliches zur hessischen AnguszuchtDie \u00e4lteste Fleischrinderrasse Deutschlands ist in Hessen fr\u00fchzeitig bodenst\u00e4ndig gez\u00fcchtet worden. Bereits in den 50ziger Jahren kamen die ersten Angus nach Hessen. Mit der Hessischen Verbandsgr\u00fcndung 1961 wurden die vorhandenen Landanguszuchten, aus denen die Deutsche Angus hervor gingen, \u00fcbernommen und systematisch weiter gez\u00fcchtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vielseitige Grundlage der hier bodenst\u00e4ndigen Rinderrassen und der konsequente Einsatz passender Vatertiere haben einen raschen Aufbau leistungsf\u00e4higer Angusherden erm\u00f6glicht.&nbsp; Ebenso wie die Aufgabe der Milchwirtschaft in den Gro\u00dfbetrieben die Anguszucht beg\u00fcnstigte, hat die Umstellung dieser Betriebe auf viehloser Wirtschaft eine \u00c4nderung der Herdenstrukturen und Zuchtstrategien bewirkt. Der Schwerpunkt der hessischen Anguszucht wanderte in b\u00e4uerliche Familienbetriebe und wurde dort den Betriebsabl\u00e4ufen angepasst.&nbsp; Hohe Aufzuchtleistungen, gute Eignung zur Direktvermarktung und Umg\u00e4nglichkeit durch ruhiges Temperament hatten von nun an besondere Priorit\u00e4t.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die hessischen Angus bekamen, wie man zu sagen pflegt, Familienanschlu\u00df. In der \u201e zweiten Zuchtphase\u201c, beginnend Ende der 70ziger Jahre, wurden die leistungsf\u00e4higen, typsicheren Zuchten begr\u00fcndet, die heute an der vordersten Front die Hessenangus repr\u00e4sentieren. Dabei wurde in einigen Herden gezielt auf rote Farbe gez\u00fcchtet. Bullen, die zum Teil auf DLG- und Bundesschauen hoch pr\u00e4miert wurden, wie zum Beispiel Hampel in der Herde Henz und Gardist in der Herde Flamme, haben die rote Anguszucht in den ersten 80ziger Jahren hessenweit gepr\u00e4gt. Die hessischen Z\u00fcchter haben es dar\u00fcber hinaus immer verstanden, durch f\u00fcr sie passende Zuk\u00e4ufe aus anderen Zuchtgebieten, meist aus Niedersachsen und Bayern, ihr Zuchtziel zu formen und ihre Herden im mittelrahmigen Typ fr\u00fchreif und leistungsf\u00e4hig zu halten. Der Einsatz von schwarzen und roten Angus aus \u00fcberseeischen Zuchtgebieten erfolgte danach sehr dosiert und mit Augenma\u00df. Nach Einf\u00fchrung der Leistungskontrolle und Zuchtwertsch\u00e4tzung best\u00e4tigte sich die hohe Leistungsf\u00e4higkeit der hessischen Zuchten und somit auch der richtige Weg der bei der bisherigen Zuchtarbeit gegangen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Grund der gut durchgez\u00fcchteten Herden stellte sich bald auch eine best\u00e4ndige Nachfrage nach hessischen Zuchtprodukten ein. 1984 wurde die erste Auktion in Gie\u00dfen, jedoch noch mit geringem Erfolg, durchgef\u00fchrt. 1991 konnte die erste Auktion in der neuen Hessenhalle im zentral gelegenen Alsfeld stattfinden. Aufbauend auf die Giessener Auktionen, war dieser Veranstaltung ein durchschlagender Erfolg beschieden. Die allj\u00e4hrlich seit dieser Zeit im Februar stattfindenden Fleischrindertage, mit anschlie\u00dfender Auktion, haben deutschlandweit und im angrenzenden Ausland Interesse gefunden. Im hessischen Bergland aufgewachsene Angusk\u00fche und Absetzer bringen auf Grund ihrer robusten Aufzucht \u00fcberall die gew\u00fcnschte Leistung. Jungbullen werden ihrer Leistungsvererbung und Typsicherheit auch von Z\u00fcchtern in anderen Zuchtgebieten nachgefragt und erfolgreich eingesetzt. Die Anpassungsf\u00e4higen Deutschen Angus haben sich in Hessen fr\u00fch durchgesetzt und sind wegen ihrer problemlosen Handhabung in der Mutterkuhhaltung auch heute noch seht beliebt. Entsprechend hat sich ihre Verbreitung entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Hans W\u00f6rdemann &#8211;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anguszucht in Hessen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die z\u00fcchterische Entwicklung f\u00fcr die Rasse Angus in Hessen zeigt in den zur\u00fcckliegenden Jahren eine sichtbare Vorw\u00e4rtsentwicklung, die sowohl durch Herdenaufstockungen aber vor allem durch zahlreiche neu hinzugekommene Mitgliedsbetriebe gekennzeichnet ist.<br><br>Immer mehr Mutterkuhhalterhaben die Vorz\u00fcge dieser hornlosen, fr\u00fchreifen Rasse mit besten Aufzuchteigenschaften und ausgepr\u00e4gter Anpassungsf\u00e4higkeit f\u00fcr rentable Gr\u00fcnlandnutzung im Haupt- und Nebenerwerb erkannt und nutzen sie \u00fcber die Vermarktung von Qualit\u00e4tsfleisch und Zuchtvieh.<br><br>Durch konsequente Selektion erreichten die hessischen Z\u00fcchter fr\u00fchzeitig einen einheitlichen Standard: einfarbige Rinder in rot oder schwarz, die durch ihre Fr\u00fchreife mit zwei Jahren erstmalig abkalben und somit die Aufzuchtkosten erheblich reduziert. Das trockene, feine Skelett und die leichten K\u00f6pfe sind als Garant f\u00fcr die leichten Geburten zu sehen und stellen ein wichtiges Selektionskriterium dar. F\u00fcr die Nutzung in der Direktvermarktung wird die fr\u00fche Ausbildung einer ausgepr\u00e4gten Bemuskelung an allen wertbestimmenden Teilen wie R\u00fccken und Keule angestrebt; gleichzeitig wurde in der z\u00fcchterischen Selektion von Anfang an auf die M\u00fctterlichkeit und Milchleistung der K\u00fche geachtet.<br><br>Als sichtbares Dokument des Zuchtfortschrittes ist die Leistungsentwicklung der hessischen Anguspopulation anzusehen: wenn vor 10 Jahren oftmals die 1.000 g-Grenze bei den Jungbullen nicht erreicht wurde, so liegt das Mittel der gek\u00f6rten Bullen jetzt bei 1.282 g TZ und die Elite-Bullen \u00fcbersteigen diesen Wert noch um weitere 40 g. Die Angus Bullen liegen jetzt in einem Leistungsbereich, der anf\u00e4nglich nur f\u00fcr die schweren Rassen vorstellbar war. Auf der Basis der Leistungspr\u00fcfung im Feld wurde von allen Bullenm\u00fcttern in den Zuchtherden eine Aufzuchtleistung von mindestens 95 %, verglichen mit dem Herdenniveau, erlangt; diese in Deutschland einzigartige Anforderung hat sich zweifellos sehr positiv auf die hessische Angus-Zucht ausgewirkt.<br><br>Mit der gleichen Konsequenz wird auf der Basis der vorliegenden Zuchtwerte f\u00fcr maternale Eigenschaften, Gewichtsentwicklung und Fleischansatz (RZF) weitergearbeitet. Dabei ist im Unterschied zu anderer Fleischrinderrassen bei den Angus neben der Selektion nach RZF auch wesentlichen Kriterien des Rassetyps wie Leichtkalbigkeit und Fr\u00fchreife weiterhin gro\u00dfe Beachtung beizumessen. Gleichwenn die Leistungspr\u00fcfung im Feld als tragende S\u00e4ule der z\u00fcchterischen Selektion anzusehen ist, so haben viele aktive Angus-Z\u00fcchter in den vergangenen Jahren zus\u00e4tzlich die ELP-Station des Landes Hessen in Neu-Ulrichstein beschickt.<br><br>Dort werden unter einheitlichen Bedingungen Zuwachsleistungen, Futterverwertung und konstitutionale Merkmale in der Gruppenhaltung auf Spalten gepr\u00fcft. F\u00fcr die Zukunft wird die Erweiterung der Eigenleistungspr\u00fcfung um Merkmale der Fleischf\u00fclle, Fettabdeckung und intramuskul\u00e4ren Fetteinlagerung angestrebt.<br><br>Zweifellos ist die genetische Basis der hessischen Angus-Population heute auf vielen Herden verteilt und die Aktivit\u00e4t von einigen j\u00fcngeren Zuchtst\u00e4tten&nbsp; in letzter Zeit auch an Schau- und Vermarktungserfolgen ablesbar, gleichzeitig bilden durchgez\u00fcchtete Kuhst\u00e4mme und bew\u00e4hrte Herdenbullen wie Pilot, Hubertus und Frank mit ihrer Nachzucht eine hervorragende Grundlage, die sich im \u00fcberregionalen Vergleich sehr gut sehen lassen kann. Die st\u00e4ndige Nachfrage nach hessischen Angus-Tieren, sowohl beim Fleischrindertag als auch auf den Betrieben, belegen dieses deutlich. Eine wirtschaftliche Gr\u00fcnlandnutzung \u00fcber M\u00fctterk\u00fche ist in der Zukunft ohne Angus-Rinder unter den heutigen Marktverh\u00e4ltnissen \u00fcberregional nicht mehr vorstellbar und empfiehlt sich vorrangig f\u00fcr Betriebe, die nach Richtlinien des \u00f6kologischen Landbaus arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; J. Gr\u00fcnhaupt &#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte der hessischen Anguszucht Geschichtliches zur hessischen AnguszuchtDie \u00e4lteste Fleischrinderrasse Deutschlands ist in Hessen fr\u00fchzeitig bodenst\u00e4ndig gez\u00fcchtet worden. Bereits in den 50ziger Jahren kamen die ersten Angus nach Hessen. 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